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Neue Datenschutz- und Nutzungsbedingungen bei WhatsApp: Welche alternativen Messenger gibt es?

von Robert-von-Hardware-Blog
Veröffentlicht: Zuletzt aktualisiert am 797 Aufrufe
Messenger-App am Handy

Seit WhatsApp seine neuen Nutzungsbedingungen angekündigt hat, herrscht im Internet Aufregung. Viele Nutzer sind verärgert darüber, dass WhatsApp nun ihre Daten an Facebook weitergibt und sie für Werbezwecke verwenden kann. Einige Nutzer haben beschlossen, Alternativen zu WhatsApp zu suchen, wenn sie die neuen Bedingungen bis zum 8. Februar nicht akzeptieren.

Selbst Tech-Experten wie Elon Musk und Edward Snowden empfehlen jetzt den Wechsel zu dem Konkurrenzprodukt Signal anstelle von WhatsApp. Doch auch andere Messenger-Dienste bekommen durch die Probleme bei WhatsApp Auftrieb. Threema hat in einer offiziellen Stellungnahme reagiert und mitgeteilt, dass die Downloads der App deutlich zugenommen haben. Gleiches gilt für Telegram.

Einige Nutzer von WhatsApp möchten zu einer anderen Messaging-App wechseln und fragen sich, welche Alternativen zu WhatsApp es gibt. Wir geben eine Übersicht.

  • WhatsApps neue Nutzungsbedingungen verursachen Aufregung: Daten werden an Facebook weitergegeben.
  • Viele Nutzer planen Wechsel, wenn sie die Bedingungen nicht bis zum 8. Februar akzeptieren.
  • Tech-Experten empfehlen Alternativen wie Signal statt WhatsApp.
  • Messenger-Dienste wie Threema und Telegram sehen steigende Downloadzahlen.
  • Threema: Schweizer Messenger-Dienst, kostenpflichtig, Nutzerzahlen steigen trotzdem, ist jetzt Open Source.
  • Signal: Kostenlose App mit Fokus auf Privatsphäre, erlebt Störungen aufgrund hoher Nachfrage.
  • Telegram: Beliebte Alternative, doch Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz.
  • Rankings für WhatsApp-Alternativen: 3. Telegram (Sicherheitsbedenken), 2. Signal (US-Datenzugriff möglich), 1. Threema (Datenschutz durch Design, keine persönlichen Daten erforderlich).
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Threema: Der sichere Messenger aus der Schweiz

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Nutzer von Threema kontinuierlich zugenommen. Der aktuelle Unmut der Nutzer von WhatsApp dürfte nun zusätzlichen Schwung bringen. Threema hat mitgeteilt, dass die Nutzerzahlen in den letzten Tagen regelrecht explodiert sind, obwohl die App im Gegensatz zu Signal oder Telegram kostenpflichtig ist. Dieser Trend zeigt sich auch in den Charts des App-Stores.

Threema ist die derzeit meistverkaufte kostenpflichtige App, insbesondere für Apple-Produkte. Vorher war “Blitzer Pro” die am häufigsten heruntergeladene App. Jetzt hat Threema jedoch die Führung übernommen. Auch im Google Play Store ist der Messenger-Dienst auf Platz eins der kostenpflichtigen Apps. In Deutschland kostet Threema 3,99 Euro.

Threema hat nun einen großen Kritikpunkt aus dem Weg geräumt. Viele Menschen haben dem Dienst vorgeworfen, dass er nicht quelloffen ist und daher keinen Einblick in die App gewährt. Dieses Problem existierte bereits seit einigen Jahren. Doch Ende des Jahres 2020 wurde dieses Problem behoben. Threema ist nun Open Source und veröffentlicht den kompletten Quellcode seiner Software öffentlich.

Signal: Messenger mit starkem Fokus auf Privatsphäre

Im Moment scheint neben Threema auch Signal von der Whatsapp-Problematik zu profitieren. Die kostenlose App dominert seit Tagen den App Store und Play Store. Aufgrund der hohen Nachfrage gab es bei Neuanmeldungen wiederholt Störungen. Möglicherweise ist Elon Musk, der Gründer von Tesla und kürzlich der reichste Mann der Welt, dafür verantwortlich. Er schrieb an seine mehr als 40 Millionen Follower bei Twitter: “Benutzt Signal”.

Signal ist eine Non-Profit-Organisation, die von einer Stiftung geführt wird und seit Jahren für ihre zuverlässige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bekannt ist. Das Kommunikationstool ist vor allem bei Aktivisten sehr beliebt, die Wert auf ihre Privatsphäre legen.

Die Nachrichten auf Signal sind vollständig verschlüsselt, so dass nur die Personen, die an der Konversation teilnehmen, die Nachrichten lesen können. Keine Dritten oder das Unternehmen haben Zugriff auf den Inhalt der Nachrichten.

Telegram: Der vermeintlich sichere Messenger

Obwohl Telegram als eine der beliebtesten WhatsApp-Alternativen gilt, gibt es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit. Standardmäßig werden Telegram-Chats nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt, sondern dies ist nur bei der Einrichtung von sogenannten “geheimen Chats” der Fall. Obwohl reguläre Chats verschlüsselt sind, werden sie auf Telegram-Servern in der Cloud zwischengespeichert und könnten theoretisch vom Anbieter entschlüsselt und mitgelesen werden.

Der Messenger bietet die Möglichkeit, Gruppen mit bis zu 250.000 Mitgliedern zu erstellen und große Dateien zu teilen. Darüber hinaus gibt es Bots, die zusätzliche Funktionen hinzufügen können, allerdings besteht die Möglichkeit, dass diese missbraucht werden. Außerdem sind alle gängigen Chat-Funktionen enthalten.

Telegram wird oft als Open-Source-Anwendung beworben. Das ist von Vorteil, da Externe den Code auf Bugs und Sicherheitslücken prüfen können. Allerdings gilt dies nur für den Telegram-Client. Der Servercode des Anbieters ist nicht öffentlich einsehbar. Daher bleibt unklar, was auf den Servern des Anbieters passiert. Es ist zudem unbekannt, wo sich die Telegram-Server befinden, sodass die anwendbaren Datenschutzgesetze unklar bleiben.

Es sollte erwähnt werden, dass seit dem Beginn der Corona-Pandemie verschiedene rechtsextreme Gruppen und Menschen, welche die Existenz des Virus leugnen, auf Telegram aktiv sind. Vermutlich nutzen sie die vielen zusätzlichen Add-ons.

Welche Messenger App ist nun die beste Alternative zu WhatsApp? Unser Ranking!

Platz 3 – Telegram: Der Vergleich zeigt, dass Telegram keine sichere Alternative zu WhatsApp ist. Einer der Gründe dafür ist, dass die Kommunikation standardmäßig nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt wird. Die Daten werden auf Servern gespeichert, wo sie jederzeit vom Anbieter mitgelesen werden könnten.

Platz 2 – Signal: Signal wird von Experten sehr geschätzt und kann definitiv als gute Alternative zu WhatsApp empfohlen werden. Jedoch erfordert die Nutzung von Signal, genauso wie bei WhatsApp, die Angabe persönlicher Informationen wie beispielsweise der Telefonnummer. Außerdem unterliegt Signal als US-amerikanisches Unternehmen dem CLOUD Act, der US-Behörden ermöglicht, auf Daten von US-amerikanischen IT-Dienstleistern zuzugreifen.

Platz 1 – Threema: Threema wurde 2012 als sicherer und datenschutzfreundlicher Konkurrent zu WhatsApp ins Leben gerufen. Es ist daher nicht überraschend, dass der Schweizer Messenger in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit sehr überzeugend ist. Threema ist der einzige Dienst, der das Prinzip “Datenschutz durch Design” anwendet: Nur Daten, die für den Betrieb notwendig sind, werden gesammelt. Threema erfordert keine persönlichen Daten wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen für die Nutzung.

Unsere Meinung und Alternativen zu WhatsApp

Insgesamt zeigt sich, dass es einige überzeugende Alternativen zu WhatsApp gibt. Es liegt an jedem Einzelnen, die beste Option hinsichtlich Datenschutz und Funktionalität zu wählen.

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